…so beschreibt Hendrik Still das 1. Rennen VLN Saison 2011

Hendrik Still beschreibt für uns sein 1. Rennen mit der Ginetta in der neuen Saison 2011:

Ich bin nach langer Winterpause voller Vorfreude und sehr motiviert an die Strecke gekommen. Natürlich durfte ich vorher bereits bei den Testfahrten im Auto sitzen und grade das stimmte mich zuversichtlich, da die Tests vom reinen Fahrverhalten des Fahrzeugs sehr positiv verliefen.
Ich reiste dann am Freitag an und startete sofort mit dem ersten Stint im Training.
Leider hatte ich gleich in der ersten Runde eine leichte Berührung am vorderen linken Rad,die ich vorerst als gar nicht so gravierend wahrgenommen hatte. Doch das Fahrverhalten verschlechterte sich zunehmend, das Auto wurde sehr unruhig und das Einlenkverhalten war nicht mehr optimal. In der Box wurde uns sehr schnell klar, die leichte Berührung hatte die Spur verstellt.
Nach Achsvermessung konnte ich jedoch beruhigt schlafen und ging zuversichtlich in das Qualifying am Samstag morgen.
Das Quali lief sehr gut für uns trotz nasser Strecke in der ersten Stunde. Wir führten die GT4 Klasse lange an und konnten uns unter den ersten 30 Fahrzeugen im Gesamtklassement lange Zeit behaupten. Kurz vor Ende des Qualifyings sollte ich auf eine letzte schnelle Runde raus. Viele Teams wechselten auf Sliks und auch Dirk, der noch mit Regenreifen unterwegs war, meinte über Funk, dass Sliks funktionieren könnten. Ich habe mich dann allerdings in Absprache mit Winfried und Carsten gegen Sliks entschieden und wollte im Quali nicht zu viel riskieren. Leider war diese Entscheidung falsch, wir konnten zwar unsere Zeit nochmals verbessern, jedoch nicht an die Zeiten des Aston Martin von Mathol, sowie des BMW von Scheid Motorsport rankommen. Uns blieb der dritte Platz in der Klasse…

So ging es von Platz 3 in der Klasse SP10 in das erste Rennen des Jahres. Natürlich habe ich mir gewünscht noch das Rennen von der führenden Position aus anzugehen, allerdings war bzw. ist die oberste Priorität das Fahrzeug über die 4 Stunden ins Ziel zu bringen. Mein erster Stint verlief sehr gut und ich konnte das Fahrzeug nach 1,5 Stunden auf Gesamtrang 22 zum Fahrerwechsel an die Box bringen.
Auch Dirk machte im Anschluss daran einen sehr sauberen Job ohne irgendwelche Fehler und wir konnten unseren erkämpften dritten Rang in der Klasse behaupten. Das Team entschied dann, mich für die letze Stunde nochmal ins Fahrzeug zu setzen und das Rennen zuende zu fahren. Mir war allerdings bewusst, dass in diesem Rennen nicht mehr drin war als ein guter dritter Platz, denn wir waren gut genug gefahren um uns die Konkurrenz von hinten vom Hals zu halten. So fuhr ich eine relativ entspannten letzten Stint nach Hause.
Ich war und bin wirklich stolz auf die Leistung des gesamten Teams und auf die schnelle standfeste Ginetta.
Vielen Dank an das gesamte Team und ich freue mich auf Rennen 2 am letzten Aprilwochenende…