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Einblick – Artikel zur Saisonvorbereitung 2011 in der Rhein-Zeitung

Den ganzen/vollständigen Artikel in der Rhein-Zeitung – 9.3.2011 – von Diemtar Deblon
finden Sie hier: Rhein Zeitung – Rubrik Sport

Die Test- und Einstellfahrten für VLN 2011

Bei sonnigem und trockenem – super Eifelwetter – am 26.3. – konnten wir die Ginetta G50 GT4 endlich richtig rennen lassen. Die Modifikationen und die Veränderungen im Rahmen der neuen Homologation zeigen postive Wirkung. Die Ginetta „Schlange“ war nach Aussage der Fahrer gut zu bändigen – und schlängelte sich gut durch die Kurven der Nordschleife. Nur eine Änderung muß noch gemacht werden, dann ist die englische Lady startklar für das 1. Rennen
am Samstag, den 2. April 2011 – in der VLN Langstreckenmeisterschaft.

Artikel Rhein-Zeitung 1. Rennen VLN 2011

Artikel in der Rhein Zeitung vom 4.4.2011 – zum 1. Rennen der VLN Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring –

Quelle: http://www.rhein-zeitung.de/sport/regionalsport/regionalsport-rhein-wied-ahr-eifel/sonstiger-sport-mitte_artikel,-Ginetta-faehrt-auf-Rang-drei-_arid,229246.html

…so beschreibt Hendrik Still das 1. Rennen VLN Saison 2011

Hendrik Still beschreibt für uns sein 1. Rennen mit der Ginetta in der neuen Saison 2011:

Ich bin nach langer Winterpause voller Vorfreude und sehr motiviert an die Strecke gekommen. Natürlich durfte ich vorher bereits bei den Testfahrten im Auto sitzen und grade das stimmte mich zuversichtlich, da die Tests vom reinen Fahrverhalten des Fahrzeugs sehr positiv verliefen.
Ich reiste dann am Freitag an und startete sofort mit dem ersten Stint im Training.
Leider hatte ich gleich in der ersten Runde eine leichte Berührung am vorderen linken Rad,die ich vorerst als gar nicht so gravierend wahrgenommen hatte. Doch das Fahrverhalten verschlechterte sich zunehmend, das Auto wurde sehr unruhig und das Einlenkverhalten war nicht mehr optimal. In der Box wurde uns sehr schnell klar, die leichte Berührung hatte die Spur verstellt.
Nach Achsvermessung konnte ich jedoch beruhigt schlafen und ging zuversichtlich in das Qualifying am Samstag morgen.
Das Quali lief sehr gut für uns trotz nasser Strecke in der ersten Stunde. Wir führten die GT4 Klasse lange an und konnten uns unter den ersten 30 Fahrzeugen im Gesamtklassement lange Zeit behaupten. Kurz vor Ende des Qualifyings sollte ich auf eine letzte schnelle Runde raus. Viele Teams wechselten auf Sliks und auch Dirk, der noch mit Regenreifen unterwegs war, meinte über Funk, dass Sliks funktionieren könnten. Ich habe mich dann allerdings in Absprache mit Winfried und Carsten gegen Sliks entschieden und wollte im Quali nicht zu viel riskieren. Leider war diese Entscheidung falsch, wir konnten zwar unsere Zeit nochmals verbessern, jedoch nicht an die Zeiten des Aston Martin von Mathol, sowie des BMW von Scheid Motorsport rankommen. Uns blieb der dritte Platz in der Klasse…

So ging es von Platz 3 in der Klasse SP10 in das erste Rennen des Jahres. Natürlich habe ich mir gewünscht noch das Rennen von der führenden Position aus anzugehen, allerdings war bzw. ist die oberste Priorität das Fahrzeug über die 4 Stunden ins Ziel zu bringen. Mein erster Stint verlief sehr gut und ich konnte das Fahrzeug nach 1,5 Stunden auf Gesamtrang 22 zum Fahrerwechsel an die Box bringen.
Auch Dirk machte im Anschluss daran einen sehr sauberen Job ohne irgendwelche Fehler und wir konnten unseren erkämpften dritten Rang in der Klasse behaupten. Das Team entschied dann, mich für die letze Stunde nochmal ins Fahrzeug zu setzen und das Rennen zuende zu fahren. Mir war allerdings bewusst, dass in diesem Rennen nicht mehr drin war als ein guter dritter Platz, denn wir waren gut genug gefahren um uns die Konkurrenz von hinten vom Hals zu halten. So fuhr ich eine relativ entspannten letzten Stint nach Hause.
Ich war und bin wirklich stolz auf die Leistung des gesamten Teams und auf die schnelle standfeste Ginetta.
Vielen Dank an das gesamte Team und ich freue mich auf Rennen 2 am letzten Aprilwochenende…

24 Std. Rennen 2011 – Carsten Vilz

Veröffentlicht am Dienstag, 28 Juni 2011 12:22
Das 24 Std. Rennen 2011 – ein Bericht von Carsten Vilz
Freitag 10.Juni. Letzter Test mit der Ginetta auf der Nordschleife vor dem Highlight der Saison 2011, das 24h Rennen! Den ganzen Winter und den Frühling wurde nur auf dieses Rennen zugearbeitet. Neuer Motor und neues Getriebe mussten eingefahren werden und die letzten Änderungen am Fahrwerk wurden getestet. Nach fünf lockeren Runden wussten wir ungefähr wo wir stehen. Mein insgeheimes Ziel hieß ankommen und zufrieden wäre ich mit einem Top 50 Ergebnis. Toll wäre es auch unter die ersten drei in der SP10 zu fahren, aber dieses Jahr ist die Konkurrenz von Aston Martin, BMW und Nissan mit Fahrern wie Kurt Thiim, Duncan Huisman, Wolfgang Weber, Dennis Rostek, Darren Turner und LeMans Sieger Guy Smith etc. wirklich sehr stark!
Am Dienstag war Anreisetag und das Wetter war bis mittags sehr bescheiden. Ein riesen Durcheinander im Fahrerlager. Die Box konnten wir sehr zügig einräumen nur das Zeltstand erst nach 21 Uhr.
Mittwoch wurden in der Werkstatt noch die letzten Ersatzteile gefertigt und die Jungs am Ring haben alles vorbereitet – Zelt eingeräumt, Funkanlage aufgebaut, Felgen zu Hankook gebracht etc.
Erste Ausfahrt am Donnerstag im Freien Training. Leichter Regen, das hieß Regenreifen anfahren. 19.30 Uhr das Qualifying begann. Zielsetzung: Qualifizieren und Auto heil zurückbringen.
9:25.736 war eine gute Runde von Hendrik, die uns einen vorderen Startplatz in der zweiten Startgruppe gesichert hat. Dirk und Torsten fuhren ihre Pflichtrunden und damit wurde unsere Zeitenjagt auch schon beendet.
Der letzte technische Check folgte am Freitagmorgen und wir fuhren eine Runde auf die Nordschleife raus um die Ginetta ein letztes Mal im Fahrbetrieb zu überprüfen. Einige Gäste wurden im Zelt begrüßt und die Stimmung war gut.

Am Renntag war ich komischerweise gar nicht nervös! Normalerweise bin ich unruhig vor einem Rennstart aber diesmal war keine Anspannung da. Die Streckenbedingungen waren wechselhaft. Unser Ingenieur Alex entschied für Regenreifen. Den Stabi an der Hinterachse habe ich noch umgebaut und schon ging um 16 Uhr die Hatz zweimal rund um die Uhr los!
Hendrik fuhr einen grandiosen Startturn und wechselte nach 6 Runden auf Slicks, da die Strecke fast vollständig trocken war. Gerade aus der Box, fing es wieder an zu regnen. Aber der Kutscher am Ruder hatte alles im Griff und brachte unsere Gina heil zurück. Zweiter Stopp: Fahrerwechsel Hendrik raus – Dirk rein, auftanken, Scheibe putzen, kurz in die Radhäuser schauen und NEIN….. hinten rechts Fettaustritt an der Antriebswelle! Bauchentscheidung: Weiterfahren und Ersatzteile fertigmachen! Beim nächsten Stopp wird eh die Fronthaube gewechselt. Über Funk wurden keine Probleme gemeldet, das Auto lief super! Dritter Stopp: Auto rückwärts in die Box, Räder runter, Fett weggewischt – Welle in Ordnung, Haube runter und die Neue drauf, neue Räder montiert, raus zum Tanken und weiter ging die wilde Fahrt ;-);-) Stopp vier: Wieder nur Tanken, hier und da mal einen frischen Satz Hankook Reifen und das eine oder andere Milliliterchen Öl nachgefüllt! Die Gina lief wie das sprichwörtliche Uhrwerk.
Sonntagvormittag dann etwas Unruhe, leichte Beschädigung an der Felge hinten links. Auswuchtgewichte waren weg und der Reifen hatte Schleifspuren, dass Auto aber war weiterhin unbeschädigt. Irgendein Teil muss sich zwischen Felge und Bremssattel verirrt haben. Stopp elf: Hecktick – die Koppelstange vom Stabi war abgerissen und die Fragde wo war die linke Seite vom Stabilisator geblieben?? Eine Schraube ausgebaut, die andere Hälfte vom Stabi war fest, also weiter. Doch zwei Runden später um 13 Uhr ein Funkspruch von Torsten: „Auto knickt hinten links sehr stark ein!“ Bernd unser Schrauber ganz trocken und intuitiv: „Plattfuß“.  Also haben wir neue Reifen geholt, das Auto kam herein und wie vorhergesagt war der Reifen fast platt – neue Hankooks drauf – Stopp in 1:50 min und schon ging es weiter. Der nächste Stpp war mit 1:40 min sogar noch schneller – und das obwohl wir keine Schnellverschlüsse am Fahrzeug und an den Reifen haben. Alle Beteiligten haben super reagiert und agiert – daher möchte ich an dieser Stelle mal ein großes Kompliment aussprechen!!! Das war Wahnsinn und wahnsinnig gut. Später dann mal eine schlechte Nachricht: 1 Minute Stop&Go – Strafsitzen wegen zu schneller Geschwindigkeit in der Boxengasse… Naja ein kleiner Fehler kann auch mal in den 24 Stunden passieren ;-);-) Den Schlussturn ist Hendrik gefahren und hatte es so gut abgepaßt, dass er und die Ginetta zusammen mit dem Sieger, den Manthey Porsche, über die Ziellinie fuhr. Wir hatten es geschafft und beim Zieleinlauf auch noch ins Fernsehen/TV geschafft!!
Nun ja, jetzt haben wir Montag – Tag 1 nach dem 24h Rennen. Heute morgen bin ich aufgewacht und habe mich gefragt: Hab ich das jetzt alles geträumt?? PC an und Gesamtstand geguckt. P35 und P2 in der Klasse! Der absolute Wahnsinn… Ziele übertroffen und ich bin sehr zufrieden mit dem Rennen. Kaum Probleme mit der Gina! Das haben uns viele nicht zugetraut! Auch wie ich hörte die Jungs aus dem TV nicht – doch wir wußten es immer, die Ginetta hat das Potential.
Das Wochenende war hart aber doch absolut traumhaft! Danke an alle die dabei waren:
Winfried der mit mir Tag für Tag (öfters auch Nacht für Nacht) das Auto aufgebaut hat;
Dirk und Torsten die nicht nur fahren sondern auch das Projekt leiten und zum größten Teil organisieren;
Hendrik, der schnelle Mann, der nicht nur in der Ginetta eine gute Figur macht – er  ( der scherzhaft „The Destroyer“ genannt wird ) hat diesmal fast nix kaputtgefahren ( Hahaha, werde schon noch irgendetwas finden ) und der für mich häufig fährt um schöne Teile abzuholen;
Wolfgang der Motorenbauer und Technikspezialist, hatte beim Rennen am Motor nicht viel zu tun, denn das Ding funktionierte (wie immer) optimal und ohne Fehler. Also hat er sich darum gekümmert, dass das Auto rechtzeitig mit der Luftlanze hochgebockt war, den Rundum-Check gemacht hat und der Ansprechpartner für alles technische ist;
Bernd (einfach unkaputtbar der Mann… haut sich den Schädel gewaltig auf, mit wehenden Fahnen ins Krankenhaus, kippt dabei um, weil natürlich irgendwann dabei der Kreislauf versagt – wird genäht und liegt und hantiert zwei Stunden später wieder unter der Ginetta) Der Mann für alles: Weis alles, kann alles, sieht alles, macht alles, ist sehr schnell und hat dabei noch ein Lächeln auf dem Gesicht;
Alexander unser Stratege am Laptop, der eine saubere Arbeit gemacht hat und dafür sorgt, dass alles ordentlich und zügig vorbereitet wird;
Sebastian der Chefpacker. Alles war dabei, nichts hat gefehlt, ordentlich und sortiert. Das Auto stand auch immer da beim Boxenstopp auch immer da wo es hinsollte;
Fabian unser Tankmann, der Jung hat am Wochenende über 1500Liter Sprit in den Armen gehalten. Das sind weitüber eine Tonne!!!! X-Mal Reifen geholt, markiert, sortiert und gestapelt, der Mann für die Kabellagen, Aufbau bzw. Abbau;
Steffen S., der Mann der den Laptop verwaltet, die Rundenzeiten checkt und beobachtet was die Mitstreiter aus der Klasse so machen;
Steffen P. das flinke Kerlchen bereitet die gewechselten Reifen zum Stopp vor und der dir alles besorgt was du brauchst;
Jan, der Felgen-Typ, Felgen waren immer top sauber und gut vorbereitet und bei den Stopps ist er für das Entlüften beim Tanken zuständig;
Marcio, der Reifenwechsler – der in jeder Situation da ist und hilft. Für das erste Mal bei uns eine sehr gute Leistung!
Eddi, der Mann am Feuerlöscher und der das Team und die Gäste mit Speisen und Getränken versorgt hat;
Andrea, die Frau für die Fotos bzw. die Fotodokumentation macht und diese direkt ins Netz auf unsere Homepage setzt.
Wir waren rundum zufrieden und versorgt, der Abbau hat auch zügig funktioniert. DANKE AN ALLE!
Noch ein letztes Wort zum Rennen. Ich habe jetzt noch einen Klops im Hals, wenn ich an den technischen Ausfall von Aston Martin/Mathol Racing eine Stunde vor Schluss denke! Es wäre mir glatt lieber gewesen nur 36. und „Dritter“ in der SP10 geworden zu sein – das wäre auch o.k. gewesen, denn diesen Ausfall hat das Team nicht verdient! Nach diesem tollen Rennen freue ich mich aber auf das nächste Duell Aston – BMW – Ginetta -…und auf das 24h-Rennen 2012.
UND WIR DANKEN DIR – CARSTEN – für Deinen unermüdlichen, konzentrierten und professionellen Einsatz und Arbeit.
Danke auch für diesen tollen Bericht.